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KI im Marketing: Wo sie sich lohnt, wo nicht und welche Regeln gelten

Serhat Ay, Cenovio10 min

Kurz gesagt

KI unterstützt Marketingteams bei Auswertungen, Entwürfen, Varianten und der Vorbereitung von Entscheidungen. Fachwissen, passende Daten und klare Freigaben bestimmen die Qualität. Der Nutzen kann in weniger Fehlern, schnellerer Bearbeitung oder Entlastung liegen. Für KI-Inhalte prüfen wir außerdem die Transparenzpflichten des EU AI Act und die Regeln der jeweiligen Plattform. Gesetzlich erforderliche Kennzeichnungen sind verbindlich; zusätzliche freiwillige Hinweise stimmen wir mit dem Kunden ab.

Inhalt
  1. Was bedeutet KI im Marketing?
  2. Wofür lohnt sich KI im Marketing? Beispiele aus dem Alltag
  3. Wo lohnt sich KI im Marketing nicht?
  4. Was bleibt beim Menschen?
  5. Woran lässt sich der Nutzen von KI im Marketing messen?
  6. Welche Regeln gelten für KI im Marketing?
  7. Woran erkennt man einen guten Umsetzungspartner für KI im Marketing?
  8. Häufige Fragen

Was bedeutet KI im Marketing?

Künstliche Intelligenz im Marketing, im Englischen AI Marketing, gibt es in zwei Formen. Auswertende KI sucht mit maschinellem Lernen in Kunden- und Kampagnendaten nach Mustern und schätzt daraus ab, ob eine Anfrage zum Auftrag wird, ob ein Kunde abspringt oder bei wem eine Anzeige wirkt. Generative KI, die ebenfalls auf maschinellem Lernen beruht, arbeitet mit Sprach- und Bildmodellen: Sie schreibt und übersetzt Texte oder erzeugt Bilder.

Wer bei Google Ads die Gebote für Anzeigenplätze automatisch auf Conversions ausrichten lässt, setzt bereits KI im Online-Marketing ein, auch wenn sie im Konto nicht so heißt. Conversions sind die Handlungen, die ein Unternehmen im Werbekonto als Erfolg festlegt, etwa ein Kauf im Shop oder eine Anfrage über das Kontaktformular. Google nennt die automatische Gebotssteuerung Smart Bidding: Die KI von Google passt das Gebot bei jeder Auktion an, damit möglichst viele Conversions zustande kommen oder ihr Gesamtwert möglichst hoch ausfällt (Google Ads-Hilfe, Stand 2026).

In Deutschland setzte 2025 gut jedes vierte Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten KI ein (26 Prozent), bei Unternehmen ab 250 Beschäftigten waren es 57 Prozent (Statistisches Bundesamt). Unter den Einsatzzwecken liegen Marketing und Vertrieb vorn: In der EU nutzte nach Eurostat rund ein Drittel der KI-nutzenden Unternehmen (34,7 Prozent) KI für Marketing oder Vertrieb, mehr als für jeden anderen Zweck; Verwaltung und Organisation folgen mit 31,1 Prozent (2025). Diese EU-Erhebung umfasst Unternehmen ab zehn Beschäftigten aus den untersuchten Wirtschaftsbereichen. Eine im Juni 2025 veröffentlichte ifo-Umfrage kommt mit eigener Methodik auf 40,9 Prozent der Unternehmen in Deutschland, die KI nutzen; bei Unternehmen aus der Branche Werbung und Marktforschung sind es 84,3 Prozent.

Wofür lohnt sich KI im Marketing? Beispiele aus dem Alltag

Die folgenden Bereiche sind eine Auswahl, geordnet nach dem Risiko: oben Aufgaben, bei denen ein Fehler intern bleibt, unten solche mit direktem Kundenkontakt.

Auswertung und Vorhersage

Den schnellsten Nutzen bei geringem Risiko bringt KI beim Auswerten. Sie sortiert Tausende Suchbegriffe danach, was Suchende wollen, findet in Kampagnendaten die Anzeigen, die Budget ohne Anfrage verbrauchen, und entwirft den Monatsbericht. Fehler fallen auf, weil ein Mensch mit den Zahlen weiterarbeitet.

Vorhersagen gehen weiter. Lead-Scoring schätzt, welche Anfrage zum Auftrag wird; andere Auswertungen erkennen Kunden, die lange nicht bestellt haben und abzuwandern drohen. Dafür braucht es genug abgeschlossene Fälle aus der Vergangenheit. Ein Anbieter mit wenigen großen Aufträgen im Jahr fährt mit klaren Regeln besser, die der Vertrieb nachvollziehen kann.

Segmentierung und Personalisierung

Segmente teilen Kunden und Interessenten nach Branche, Auftragswert, Region oder Kaufanlass. KI wertet auch den Anfragetext aus: Aus der Formulierung einer Anfrage lässt sich ablesen, ob jemand Preise vergleicht oder schon einen Anbieter sucht. Personalisierung gibt jedem Segment darauf aufbauend eine eigene Botschaft, etwa in einer gesonderten Newsletter-Ausgabe oder auf einer Landingpage, also einer Zielseite, auf die Anzeigen für dieses Segment führen.

Bevor ein neues Werkzeug gekauft wird, lohnt der Blick darauf, was das vorhandene Shop- oder Newsletter-System schon kann, etwa bei Produktempfehlungen oder bei Inhalten, die sich in Echtzeit an den einzelnen Besucher anpassen. Welche Form der Personalisierung passt, hängt vom Angebot ab. Ein Shop mit großem Sortiment und vielen Wiederkäufern sammelt genug Kaufdaten, damit automatische Empfehlungen treffen. Ein Dienstleister mit wenigen Leistungen personalisiert über eine gut geschriebene Seite je Segment.

KI für Content und Social Media

Bei Texten, Bildern und Übersetzungen klären wir zuerst, welche Informationen und Qualitätsmaßstäbe gelten. KI kann Entwürfe oder Varianten liefern. Die Redaktion prüft Fakten, Tonalität und Eignung für den vorgesehenen Kanal. Auch eine kurze Produktbeschreibung kann Fachwissen und sorgfältige Prüfung erfordern.

Fachbeiträge werden durch eigene Erfahrungen, nachvollziehbare Einschätzungen und passende Beispiele glaubwürdig. Diese Grundlagen kommen aus dem Unternehmen oder von Fachleuten. KI kann bei Gliederung und Formulierung helfen. Sie darf fehlende Erfahrung nicht durch erfundene Fälle oder Behauptungen ersetzen.

Wie Cenovio Inhalte plant, steht auf der Seite Content-Marketing, die Betreuung der Kanäle unter Social-Media-Agentur. Ob die eigenen Inhalte in den Antworten von ChatGPT, Claude, Perplexity, Gemini & Co. auftauchen, ist eine Disziplin für sich; wie sich das messen und verbessern lässt, beschreibt die Seite GEO-Agentur.

KI in der Werbung und in Kampagnen

„KI-Werbung“ meint zweierlei: Kampagnen, die eine KI aussteuert, und Werbemittel, die eine KI erzeugt. Bei der Aussteuerung richtet sich die Werbeplattform nach dem, was im Konto als Conversion zählt. Zählen schon Seitenaufrufe als Conversion, bringt sie Seitenaufrufe, und das Budget fließt zu Menschen, die sich nur umsehen. Die wichtigste Entscheidung fällt deshalb vor dem Start: was als Erfolg gilt, etwa eine Anfrage oder ein Kauf. Die Kampagnensteuerung behandelt die Seite Performance Marketing.

Bei den Werbemitteln liefert KI schnell zehn Anzeigentexte; welcher wirkt, zeigt erst ein Test gegeneinander. Anzeigen in ChatGPT sind ein eigener Kanal; um sie geht es im Beitrag Werbung in ChatGPT.

Kundenservice

Chatbots tragen das höchste Risiko der Liste, weil sie ohne vorherige Prüfung mit Kunden sprechen. Der Leitfaden zur KI-Automatisierung beschreibt, in welcher Reihenfolge KI in den Kundenservice kommt: vom Sortieren eingehender Anfragen über Antwortentwürfe bis zum Chatbot. Marketing-Automatisierung über mehrere Systeme hinweg, etwa die Übergabe neuer Anfragen an die Kundendatenbank (CRM), behandelt die Seite KI-Automatisierung.

Wo lohnt sich KI im Marketing nicht?

Für die Positionierung kann KI Material ordnen, Perspektiven vergleichen und Annahmen hinterfragen. Welche Aussage ein Unternehmen glaubwürdig vertreten kann und wie es sich abhebt, erfordert Marktkenntnis und Entscheidungen der Verantwortlichen. Wir nutzen Vorschläge als Arbeitsmaterial und prüfen sie am konkreten Unternehmen.

Für seltene Aufgaben wie die Pressemitteilung im Quartal fällt der Zuschnitt kleiner aus: Statt eines eigenen automatisierten Ablaufs bekommt der KI-Assistent, den das Team ohnehin nutzt, eine feste Vorlage für solche Einzelstücke.

Schwieriger wird es, wenn gepflegte Kundendaten fehlen oder das Conversion-Tracking Anfragen und Käufe nicht verlässlich zählt. Dann lernen Personalisierung und automatische Gebotssteuerung aus lückenhaften Zahlen. Unternehmen, die KI erwogen, aber nicht eingeführt haben, nennen laut Statistischem Bundesamt zu 44 Prozent Schwierigkeiten mit Verfügbarkeit oder Qualität der Daten (2025). Häufiger genannt werden fehlendes Wissen, unklare Rechtsfolgen und Datenschutzbedenken; Probleme mit vorhandenen Geräten, Programmen und Systemen liegen mit 45 Prozent knapp darüber. Wo die Daten fehlen, ist ihre Pflege das erste Projekt.

Ohne Zeit für die Prüfung geht es ebenfalls nicht. Steckt ein Fehler in den Vorgaben, taucht er in vielen Ergebnissen auf, und ohne Prüfung landet er jedes Mal beim Kunden.

Bei einer öffentlichen Beschwerde oder einem Shitstorm bündelt KI die Kommentare und wertet die Tonlage aus. Geantwortet wird persönlich, von jemandem, der für die Marke sprechen darf.

Was bleibt beim Menschen?

Im Marketing mit Künstlicher Intelligenz bleibt das Budget in menschlicher Hand. Die automatische Gebotssteuerung gibt aus, was ihr zur Verfügung steht. Wie viel das ist und ab wann eine Kampagne pausiert, legt jemand fest, der die Zahlen des Unternehmens kennt.

Bei den Zielgruppen fällt ein Fehler weniger auf. Eine KI, die aus vergangenen Kampagnen lernt, bevorzugt die Gruppen, die früher reagiert haben, und übersieht neue Märkte; bevor Budget fließt, prüft deshalb ein Mensch die Segmente.

Was die Marke öffentlich zusagt, gibt ebenfalls ein Mensch frei: Aussagen zu Lieferzeiten oder Garantien, ob in einer Anzeige oder im Newsletter. KI formuliert solche Sätze flüssig, auch wenn sie nicht stimmen. Ob eine Kennzeichnung nötig ist, richtet sich nach Inhalt, Einsatz und den anwendbaren Regeln (siehe unten).

Woran lässt sich der Nutzen von KI im Marketing messen?

Ohne Ausgangswert lässt sich kein Nutzen belegen. Bevor eine Aufgabe umgestellt wird, gehört festgehalten, wie lange sie heute dauert und was sie heute bringt.

Zeitgewinn ist ein möglicher Nutzen. Ebenso zählen weniger Fehler, schnellere Bearbeitung, verlässlichere Qualität und Entlastung im Team. In Kampagnen betrachten wir Kosten und Qualität der Anfragen gemeinsam. Die Datenmenge muss für die jeweilige Aussage ausreichen; zufällige Schwankungen werden nicht als sicherer Trend ausgegeben. Den Vergleich über Kanäle hinweg beschreibt der Beitrag Marketingbudget verteilen.

Für Personalisierung kommt der Umsatz je Segment dazu, am besten mit einer Kontrollgruppe. Ein Teil der Empfänger bekommt weiter die allgemeine Fassung. Bei einer geeigneten, vergleichbaren Gruppeneinteilung kann der Unterschied Hinweise auf die Wirkung geben. Andere Einflussfaktoren und zufällige Schwankungen müssen berücksichtigt werden. Dafür braucht es geeignete und zulässig nutzbare Daten. Ob sie aus einem Shop, CRM, vorhandenen Tabellen oder anderen Systemen stammen, hängt vom Projekt ab. Datenqualität und mögliche Zuordnungslücken werden vor der Auswertung geprüft.

Bei Inhalten lohnt eine weitere Zahl: der Anteil der Entwürfe, die nach der Prüfung mit wenigen Änderungen veröffentlicht werden. Sinkt er, stimmt etwas an den Vorgaben nicht. Die Zahl der Beiträge selbst taugt dagegen nicht als Erfolgsgröße, denn doppelt so viele Beiträge im Monat sagen nichts darüber, ob mehr Anfragen kommen.

Welche Regeln gelten für KI im Marketing?

Seit dem 2. August 2026 ist die KI-Verordnung der EU allgemein anwendbar, mit ihr die Transparenzpflichten nach Artikel 50 (Europäische Kommission, Stand 2026). Dazu kommen ältere Verbote derselben Verordnung, die DSGVO und die Regeln der Plattformen. Für das Marketing zählen vor allem diese Punkte.

Kennzeichnung nach dem EU AI Act. Artikel 50 unterscheidet die Pflichten von Anbietern und Betreibern. Anbieter bestimmter Systeme müssen künstlich erzeugte oder veränderte Ausgaben technisch erkennbar machen. Wer ein System für Deepfakes einsetzt, muss den künstlichen Ursprung offenlegen. Hinweise müssen klar, unterscheidbar und zugänglich sein. Ob ein Motiv darunter fällt, hängt von Inhalt und Verwendung ab. Gesetzlich erforderliche Hinweise und Plattformregeln sind verbindlich. Zusätzliche freiwillige Kennzeichnungen stimmen wir mit dem Kunden ab.

Texte. Für KI-generierte oder manipulierte Texte, die die Öffentlichkeit über Fragen von öffentlichem Interesse informieren sollen, enthält Artikel 50 eine Offenlegungspflicht. Eine Ausnahme kann greifen, wenn der Inhalt menschlich überprüft oder redaktionell kontrolliert wurde und eine Person oder Organisation die redaktionelle Verantwortung übernimmt. Nicht jeder Werbetext fällt automatisch unter diese Regel. Wir prüfen den Zweck des Inhalts und weitere anwendbare Vorgaben.

Chatbots. Ein Chatbot muss so gebaut sein, dass Nutzer von der ersten Interaktion an erkennen, dass sie mit einer KI sprechen, sofern das nicht offensichtlich ist.

Verbote seit Februar 2025. Schon länger verbietet die Verordnung KI, die Menschen durch manipulative oder täuschende Techniken oder durch das Ausnutzen von Schwächen wegen Alter, Behinderung oder sozialer oder wirtschaftlicher Lage zu Entscheidungen bringt, die ihnen oder anderen erheblich schaden können (Art. 5; EU-Kommission, Stand 2026). Für Personalisierung, die sich nach dem bisherigen Verhalten einzelner Menschen richtet, ist das die äußere Grenze.

Datenschutz. Gehen Kundendaten in ein KI-Werkzeug eines externen Anbieters, verarbeitet dieser sie laut Datenschutzkonferenz häufig im Auftrag des Unternehmens. Dann ist mit dem Anbieter eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO zu schließen (Orientierungshilfe vom Mai 2024). Die Aufsichtsbehörden empfehlen außerdem KI-Werkzeuge, die eingegebene Daten und Ergebnisse nicht zum Weitertrainieren der KI verwenden, und betriebliche Konten statt privater.

Plattformregeln. Im Google Merchant Center etwa, der Produktverwaltung für Google Shopping, müssen KI-generierte Produkttitel und Produktbeschreibungen als KI-generiert gekennzeichnet werden (Google Search Central, Stand 2026).

Verstöße gegen die Transparenzpflichten können nach Art. 99 der Verordnung (konsolidierte Fassung) Bußgelder bis zu 15 Millionen Euro oder bis zu drei Prozent des weltweiten Vorjahresumsatzes nach sich ziehen, je nachdem, welcher Betrag höher ist; für kleine und mittlere Unternehmen sowie die gesetzlich erfassten kleinen Midcap-Unternehmen gilt bei diesen Verstößen der niedrigere Höchstbetrag. Ob ein einzelnes Motiv oder ein einzelner Text unter die Pflichten fällt, klärt im Zweifel eine juristische Prüfung.

Woran erkennt man einen guten Umsetzungspartner für KI im Marketing?

Ein guter Partner fragt im ersten Gespräch, welche Aufgaben heute Zeit kosten und wie das Tracking von Anfragen eingerichtet ist. Werkzeuge nennt er erst danach. Im Gespräch und im Angebot zeigt sich außerdem:

  • Er will den Ausgangswert sehen. Bevor etwas umgestellt wird, hält er fest, wie die Aufgabe heute läuft (siehe Messung).
  • Das Angebot regelt die Freigaben. Darin steht, wer welche Ergebnisse prüft und welche Entscheidungen die KI allein treffen darf.
  • Datenflüsse liegen offen. Das Angebot nennt, welche Daten an welchen Anbieter gehen und auf welcher vertraglichen Grundlage.
  • Offenheit über den KI-Anteil. Er sagt von sich aus, an welchen Ergebnissen KI mitgearbeitet hat.
  • Ein begründetes Nein. Bei einzelnen Aufgaben rät er vom KI-Einsatz ab, etwa wenn für eine Prognose zu wenige abgeschlossene Fälle vorliegen.
  • Ein eingearbeitetes Team. Das eigene Team versteht die eingerichteten Abläufe, kann Ergebnisse prüfen und erkennt, wann etwas nachgesteuert werden muss.

Rote Flaggen sind Angebote, die nur Stückzahlen versprechen, ohne Ziel und Messung, und Abläufe, die Inhalte ohne Freigabe veröffentlichen.

Cenovio sucht mit dem Unternehmen die erste Aufgabe aus, etwa die monatliche Auswertung der Kampagnen, setzt sie um und legt Freigaben und Kennzeichnung im Auftrag fest. Bei der Übergabe erklären wir die eingerichtete Lösung und stellen die vereinbarte Dokumentation bereit. Die Seite KI-Marketing zeigt, was dazugehört.

Häufige Fragen

Für die Kosten zählen die nötige Abstimmung und Analyse, die Einrichtung je Aufgabe, Lizenzen für KI-Assistenten und Plattformen sowie eine vereinbarte laufende Betreuung. Im eigenen Team fällt außerdem Zeit für die Prüfung der Ergebnisse an. Am stärksten schwankt die Einrichtung, weil sie an der Datenlage hängt: Liegen Kampagnen- und Kundendaten sauber vor, ist eine Auswertung schnell eingerichtet; müssen sie erst zusammengeführt werden, wird die Datenpflege zum größten Posten. Was die Lizenzen kosten, veröffentlichen die KI-Anbieter für ihre Business-Tarife selbst.

Zuerst die, die schon da sind. Vorhandene CRM-, Newsletter- und Werbesysteme können KI-Funktionen mitbringen, und das lässt sich vor jedem Neukauf prüfen. Zusätzliche Werkzeuge lohnen sich, wenn eine konkrete Aufgabe sie braucht. Ausgewählt wird nach Datenschutz, Anbindung an die vorhandenen Systeme und laufenden Kosten; für die Arbeit mit Kundendaten kommen nur betriebliche Konten infrage.

Die Herkunft allein schadet nicht. Google lässt mit KI erstellte Inhalte zu, solange sie dieselben Regeln einhalten wie alle anderen, auch die Spamrichtlinien. Wer mit KI viele Seiten erzeugt, die Nutzern nichts bringen, verstößt laut Google Search Central unter Umständen gegen eine davon, die Regel gegen massenhaft erzeugte Inhalte. Google empfiehlt, KI-Inhalte vor der Veröffentlichung auf Richtigkeit zu prüfen, auch die Titel und Kurzbeschreibungen, die in den Suchergebnissen erscheinen.

Verantwortlich sind die Beteiligten nach ihrer tatsächlichen Rolle beim KI-Einsatz. Eine Agentur kann Betreiber des verwendeten Systems sein; je nach Mitwirkung kann auch der Auftraggeber Pflichten haben. Im Auftrag halten wir fest, wer den Inhalt prüft und erforderliche Hinweise umsetzt. Gesetzliche Verantwortung lässt sich durch eine abweichende Vertragsformulierung nicht einfach ausschließen.

Seit dem 2. Februar 2025 verpflichtet die KI-Verordnung Unternehmen, die KI einsetzen, Maßnahmen zur KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden zu ergreifen. Seit dem Änderungspaket KI-Omnibus (Verordnung (EU) 2026/1744) müssen sie dafür passende Maßnahmen ergreifen, aber kein bestimmtes Kompetenzniveau jeder einzelnen Person garantieren. Ein Zertifikat ist laut EU-Kommission nicht nötig; Schulungen können Unternehmen nach ihren Angaben intern dokumentieren. Das Unternehmen entscheidet, welche Maßnahmen für sein Team erforderlich sind. Cenovio übernimmt die Umsetzung der vereinbarten Lösung und erklärt ihre Bedienung bei der Übergabe.

An der Anfrage. Davor arbeiten Kampagnen und Inhalte daran, dass jemand anfragt; danach geht es um Priorisierung, Angebotsentwürfe und Gesprächsnotizen im CRM. Lead-Scoring liegt genau auf der Grenze und funktioniert nur, wenn Marketing und Vertrieb dieselben Kontaktdaten und dieselbe Definition einer qualifizierten Anfrage nutzen.

Von der ersten Auswertung bis zur Kampagne: Cenovio setzt KI im Marketing um

Im Erstgespräch gehen wir die wiederkehrenden Marketingaufgaben durch und klären, welche Daten vorliegen und wo KI zuerst Zeit spart.